Einen guten Lernplan erstellen – 5 Tipps und eine Vorlage


Junge lächelnde Studentin schreibt Aufgaben und kreative Ideen auf klebrigen Haftnotizen
Ob du mitten im Abitur steckst oder bereits im Studium bist, ein Lernplan ist ein hilfreiches Tool, um die Arbeitslast optimal zu verteilen. In einem Lernplan werden alle Aufgaben festgehalten, die für das Studium oder auch für die Vorbereitung auf eine bestimmte Arbeit relevant sind. So kannst du den Arbeitsaufwand im Blick behalten und ausreichend Zeit für die Bearbeitung der Aufgaben und des Lehrstoffes einplanen. So vermeidest du, dass du zum Beispiel zu spät mit der Prüfungsvorbereitung beginnst oder große Mengen Stoff in kurzer Zeit abarbeiten musst. Wir haben wichtige Tipps zum Thema Lernplan für dich zusammengestellt und natürlich auch eine Vorlage für dich parat. So ist das Time-Management garantiert kein Problem mehr.


Die wichtigsten Elemente eines Lernplans


Ein guter Lernplan muss nicht aufwendig gestaltet sein. Es ist ausreichend, wenn er dir einen schnellen Überblick verschafft. Als Grundlage kann ein aktueller Kalender dienen, oder ein zeitloser Wochenplaner, der zu jedem Zeitpunkt zum Einsatz kommen kann. In beiden Fällen sollten diese Angaben im Lernplan vorkommen:
  • Tage/Wochen
  • Uhrzeiten/Lerneinheiten
  • Fächer bzw. Themen
Ein detaillierter Plan bietet außerdem Platz für Anmerkungen – auf welchen Aufgaben liegt der Fokus, welcher Lernstoff liegt noch nicht vor, muss aber eingeplant werden? 


Wie du einen Lernplan erstellst


Auf den ersten Blick ist das Erstellen eines guten Lernplans kein Problem. Allerdings stellen viele Studenten und Schüler schnell fest, dass es gar nicht so einfach ist, die richtigen Prioritäten für den Plan zu setzen. Welches Thema benötigt wie viele Lerneinheiten? Wie lang sollten die Lerneinheiten sein? Im Folgenden findest du die wichtigsten Schritte für das Erstellen eines Lernplans.


Einen Überblick verschaffen

Bevor es möglich ist, den Stoff in Lerneinheiten zu unterteilen, musst du dir einen allgemeinen Überblick verschaffen:
  • Wie viele Fächer/Themen müssen abgedeckt werden?
  • Ist der Plan eine Vorbereitung für eine Prüfung oder studienbegleitend?
  • Gilt der Lernplan nur für dich oder für eine Lerngruppe?
  • Wie viele Stunden in der Woche sind als realistische Lernzeit möglich?
Hier gilt es, genau zu überlegen, welche Inhalte für den Lernplan wichtig sind. Vielleicht gibt es ein praktisches Seminar, das kaum schriftlichen Lernstoff abverlangt – muss das in den Lernplan integriert werden? Oder gibt es ein Fach, in dem dir das Lernen besonders leicht fällt, und du musst nur wenige Stunden im Monat dafür aufbringen? Beziehe diese Überlegungen von Beginn an ein.


Ziel und Abschluss definieren

Lege einen festen Zeitraum für den Lernplan fest. Am Ende steht in der Regel eine schriftliche oder mündliche Prüfung. Ein Lernplan kann natürlich auch für Abschlussarbeiten wie die Bachelorarbeit zum Einsatz kommen. Welche Ziele willst du mit dem Plan erreichen? Soll der gesamte Stoff zu einem bestimmten Thema abgearbeitet werden oder dient der Lernplan dazu, aktuelle Projekte zeitnah zu bearbeiten? Schreibe die Ziele auf – das hilft dabei, sie zu visualisieren, was dabei hilft, das Ziel auch in die Tat umzusetzen. 


Material sammeln, sichten und strukturieren

Gibt es eine Reihe von Fächern und Themen im Lernplan, ist es leicht, den Überblick zu verlieren. Nicht immer sind alle relevanten Inhalte bereits bekannt, aber häufig ist es möglich, die passenden Materialien von Anfang an einzusehen. Arbeite dich zum Beispiel durch den Strukturplan eines Seminars und sammel die relevanten Materialien dazu. Diese lassen sich dann bei Bedarf im Verlauf durch neue Materialien ergänzen. 

Sind alle Unterlagen organisiert, geht es darum, die Inhalte sinnvoll zu gliedern und zu strukturieren. Oft ist es hilfreich, sich dafür an den Lehrplan des Seminars bzw. der Vorlesung zu halten. Wenn möglich, läuft der studienbegleitende Lernplan parallel zu den Inhalten der aktuellen Vorlesungen.


Prioritäten setzen

Welche Themen sind besonders wichtig? Jedes Fach hat relevante Schwerpunkte. Es ist wichtig, diese zu identifizieren und konkret zu benennen. So vermeidest du, dass du für leichte Themen unnötig Zeit einplanst, die dir später für Schwerpunkte im Lernstoff fehlen. Wenn du hier falsch planst, kannst du leicht in Stress geraten und der Plan lässt sich dann nur noch schwer realisieren.


Planung der Lerneinheiten

Es ist sinnvoll, die einzelnen Lerneinheiten dem Inhalt und den Aufgaben der Fächer anzupassen. Nicht jede Lerneinheit muss die gleiche Länge haben. Überlege dir außerdem, wie lange du dich gut konzentrieren kannst. Hier bietet es sich an, ein paar Dinge auszuprobieren. Die einen lernen besser in vielen, kleinen Einheiten, die anderen setzen auf längere Lernphasen und brauchen entsprechend längere Pausen


Vorteile eines Lernplans


Ein Lernplan ist nicht für jeden Studenten das Richtige. Es kann auch sein, dass du für die konkrete Klausurvorbereitung gut nach Plan lernen kannst, aber den Rest des Semesters eine andere Methode bevorzugst. Generell lässt sich jedoch sagen, dass ein Lernplan dabei hilft, den Stress des Lernens zu reduzieren. Du kannst dich jede Woche an einen fertigen Plan halten und musst dir keine Sorgen darüber machen, ob du alles rechtzeitig bis zur Klausur abarbeiten kannst. 

Der Plan hilft, den Fokus auf das Wesentliche zu richten und er erlaubt es dir, das Lernen und deine Freizeit zu koordinieren. 


Lernplan Vorlage für eine Woche


Dein Lernplan für eine Woche könnte so aussehen:
Uhrzeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
8 - 9 Uhr
9 - 10 Uhr Mathe 4
10 - 11 Uhr Mathe 4
11 - 12 Uhr
12 - 13 Uhr
13 - 14 Uhr Anorganische Chemie
14 - 15 Uhr Statistik 1 Physik Physik Review
15 - 16 Uhr Anorganische Chemie Statistik 1 Statistik 1 Review
16 - 17 Uhr
17 - 18 Uhr


Lernplan: Tipps

  1. Erarbeite zuerst einen Plan, der alle täglichen Aktivitäten beinhaltet – Uni, Job, Hobbys, usw. So kannst du auf einem Blick erkennen, wann du wie viel Zeit hast, um Lerneinheiten einzuplanen.
  2. Plane einen Review-Tag ein. Nutze diesen Tag, um die Inhalte zu wiederholen und mögliche Probleme erneut anzuschauen. 
  3. Berechne mindestens eine Woche Zeitpuffer für den Lernplan ein. Falls du wegen einer Krankheit oder aus anderen Gründen ausfällst, hast du einen zeitlichen Spielraum, den Lernstoff dennoch abzuarbeiten.
  4. Finde einen individuellen Rhythmus für die Lerneinheiten. Wenn dir zwei Einheiten hintereinander zu stressig sind, dann plane eine Pause für Yoga oder den Wocheneinkauf dazwischen ein.
  5. Bleibe nicht starr an dem fertigen Plan hängen. Es ist immer möglich, den Plan anzupassen und zu optimieren.