Ein Essay schreiben heißt, eigene Gedanken wissenschaftlich verfassen

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Aufbau eines Essays

Jegliche wissenschaftliche Arbeit braucht eine gewisse Struktur, sei es ein Referat, eine Hausarbeit oder ein Artikel in einem wissenschaftlichen Sammelwerk. Ein Essay sollte folgendem Aufbau folgen:

  1. Einführung

Unter „Einführung“/„Einleitung“ versteht man den ersten Teil des Textes, der den Leser zum Themengebiet und Problemfeld des Essays bringt. Du brauchst bei der Einführung lediglich ein paar Absätze, um grob den Vorgang zu beschreiben.

  1. Hauptteil

Dieser Teil ist aufwendiger. Hier geht es um Fakten, Thesen und die Suche nach Argumenten, Pros und Contras. Du kannst verschiedene Wege für die Analyse nehmen, z. B. eine These mit mehreren Argumenten, Fällen, Beispielen. Oder mehrere Thesen werden auf jeweils ein Argument hin untersucht. Unter einer These soll eine klare Behauptung verstanden werden, die der Autor aufstellt und dem Leser durch lückenlose Beweisführung verdeutlichen möchte. Die Argumente oder Meinungen anderer Wissenschaftler können/sollen als Für oder Wider der These angeführt werden. Sie können aus dem Leben gegriffen sein oder aus einem geschichtlichen Ereignis, aus den Nachrichten oder wissenschaftlichen Untersuchungen stammen. Der Leser, oft ein anderer Wissenschaftler, kann schwer mit nur einem Argument überzeugt werden, deswegen bietet es sich an, für eine These zwei Argumente oder mehr anzuführen. Wichtig ist jedoch, dass der Text seinen roten Faden behält, konsistent und transparent bleibt. Das heißt, wenn Du aus einer Quelle Information/Gedanken in Dein Essay übernimmst, musst Du diese richtig zitieren.

  1. Schlussfolgerung

Zum Schluss fasst Du circa auf einer Seite zusammen, was Du über das Thema festhalten willst. Es ist wichtig, dass Deine Schlussfolgerung nachvollziehbar ist und der Situation entspricht, die Du vorher im Essay geschildert hast.

Wie Du einen klaren und wissenschaftlichen Aufsatz schreibst

Die Qualität Deines Essays hängt von einigen Aspekten ab, die miteinander eng verbunden sind:

  1. Quellen, Literatur und Material, die/das Du verwenden wirst. Darunter können auch Quellen sein, die Du selbst verfasst hast, wie z. B. Notizen aus dem Seminar: Vorträge Deiner Kommilitonen, Aufnahmen oder Diskussionsrunden, auf die Du Dich berufen möchtest. Es gilt jedoch: Zu all Deinen Quellen solltest Du freien Zugang haben.
  2. Die wissenschaftliche Qualität der Quellen sollte prüfbar, unparteiisch und jedem jederzeit verfügbar und abrufbar sein.
  3. Die Argumente, die Du für Deine Thesen verwendest, sollten passend und zutreffend sein.

Wenn Du Literatur analysierst, machst Du Dir dazu Notizen. Es ist ein Prozess, der beim Schreiben und Erdenken einer wissenschaftlichen Arbeit hilft. Beim Notieren beachte mögliche Schlüsselfragen und -gedanken, die später als Argumente oder Fallstudien für Deine Untersuchung dienen können. Vor allem verschaffst Du Dir damit einen Überblick sowohl über die theoretischen als auch empirischen Entwicklungen, Standpunkte, Faktenlage. Bei einigen Büchern wirst Du Dir mehr Notizen machen, bei anderen weniger – das hängt vom Nutzen/der Relevanz für Dein Essay ab. Es kommt durchaus vor, dass Du einige Notizen später wieder als unbrauchbar verwerfen wirst. Parallel schreibst Du Deine eigenen Gedanken auf, die Du Dir zu dem einen oder anderen Text machst, und welche Fragen die Ideen anderer bei Dir auslösen. So entwickelst Du eine eigene Logik, kannst ein Urteil über das Gelesene fällen und weiter nach Argumenten in anderem Material suchen. Die Auswahl der Literatur und des Materials soll von Dir sinnvoll eingegrenzt werden, zum Beispiel nach Erscheinungsjahr, Originalsprache, Online oder Print.

Beim Schreiben kann es passieren, dass sich Deine Frage- oder Aufgabenstellung verändert und eine Analyse der Entwicklung erfordert, d.h. die Suche nach einer Erklärung dafür, weshalb etwas passiert, welche Prozesse und Mechanismen ablaufen, und ggf. eine Reaktion auf die Veränderung Deinerseits, zum Beispiel mithilfe neuer Argumente anderer Quellen. Es geht dabei nicht nur darum, die Tatsachen zu schildern. Wenn Du eine Fragestellung entworfen hast – ob sie sich im Prozess verändert oder nicht –, gibt es mehrere Ansätze zur Beantwortung. Die Wahl ist Dir überlassen, Du solltest sie jedoch begründen. Je konkreter die Fragestellung formuliert ist, desto klarer kannst Du Argumente anführen und das Thema aus bestimmten Winkeln beleuchten.

Wenn Du einen Entwurf Deines Essays fertig hast, überprüfst Du, ob die Argumente stichhaltig, die Grundgedanken nachvollziehbar sind und eine Stringenz vorhanden ist. Danach solltest Du Deine Arbeit noch selbst gegenlesen und/oder einen Bekannten um Verbesserungsvorschlägen bitten. Schau genau nach, ob das Geschriebene mit Deinen in der Einleitung verkündeten Absichten übereinstimmt, ob die Botschaft an den Leser vermittelt wurde und überzeugend ist, und ob Du genug Daten verwendet hast. Danach überprüfst Du Stil und formelle Anforderungen: Format, Zeichensetzung, Rechtsschreibung, Schriftart und -größe etc.

Wenn Du einen guten Essay abgeben möchtest, ist eine Erstellung durch einen Ghostwriter empfehlenswert. Die Experten können sowohl Hilfe beim Schreiben leisten, als auch einen Text zur konkreten Aufgabenstellung entwerfen. Schickst Du unseren Experten Deinen Entwurf, bearbeiten sie Deinen Essay so, dass Du eine ausgezeichnete Arbeit zurückerhältst.